Kultur: der Kompass für Europas Zukunft
Europa sieht sich mit einer Flut von Krisen konfrontiert, die von der Erosion seiner Grundwerte bis hin zu einem Gefühl des Macht- und Identitätsverlusts reichen. Daher stellt sich die Frage: „Was können wir tun, um den gefährlichen Kurs unseres Kontinents zu ändern?“ Und da die meisten dieser Herausforderungen eine tief kulturelle Dimension haben, lautet die nächste Frage: „Was kann die Kultur leisten?“ Dies ist keine rhetorische Frage, sondern eine zwingende.
Um diese Fragen zu beantworten und die Weichen für das nächste Kapitel zu stellen, haben Culture Action Europe und ihre Partner Europa Nostra und Europäische Kulturstiftung, freuen sich, Sie zum jährlichen politischen Gespräch der Kampagne „Cultural Deal for Europe“ einzuladen:Kultur: der Kompass für Europas Zukunft."
Am 4. Februar 2025 werden wir den EU-Kommissar für Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport begrüßen. Glenn Micallef; Stellvertretender Minister für Kultur und Nationales Erbe in Polen, Marta Cienkowska; Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments, MdEP Nela Riehl und andere Europaabgeordnete; ehemalige EU-Kommissarin für Beschäftigung und soziale Rechte, Nicolas Schmit; und politische Entscheidungsträger aus den Mitgliedstaaten diskutieren mit Vertretern der breiteren europäischen Kultur- und Kulturerbegemeinschaft über die zentrale Rolle der Kultur für Europa und seine Zukunft.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, forderte einen neuen strategischen Rahmen für die Kultur in Europa – den sogenannten „Kulturkompass„– Um die vielfältigen Dimensionen der Kultur zu lenken und zu nutzen, geht es bei diesem politischen Dialog darum, umsetzbare Ideen und Beispiele aus ganz Europa bereitzustellen, die den Kulturkompass wirkungsvoll gestalten können. Dadurch können verschiedene Stimmen den Konsultationsprozess auf offene, demokratische und transparente Weise vorantreiben.
Bei der Veranstaltung wird auch die finanzielle Ausstattung der strategischen Entscheidungen erörtert. Während der nächste mehrjährige Finanzrahmen (MFR) ein „einfacherer, fokussierterer und reaktionsschneller langfristiger Haushalt“ sein und einen transformativen Charakter haben soll, Wie wird die Kultur positioniert im nächsten Siebenjahreshaushalt der EU (2028–2034)? Die Europäische Kommission wird den ersten MFR-Vorschlag in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 vorlegen; daher ist diese Veranstaltung eine sehr gute Gelegenheit, den strategischen Rahmen festzulegen und seine finanziellen Auswirkungen zu diskutieren.
Die Partner des Kulturabkommens fordern, dass mindestens 2 % des künftigen EU-Haushalts über ein spezielles Kulturprogramm für den Kultur- und Kreativsektor bereitgestellt werden. Nach Schätzungen des Wissenschaftlichen Dienstes des Europäischen Parlaments generiert jeder Euro, der auf EU-Ebene in den Kreativ- und Kultursektor investiert wird, eine Rendite von bis zu 11 Euro des BIP.
Im Rahmen des jährlichen politischen Gesprächs zum Kulturdeal für Europa 2025 werden folgende Themen erörtert:
- Wie können Kultur und kulturelles Erbe ihr volles Potenzial für Europa entfalten, ohne instrumentalisiert zu werden?
- Wie ehrgeizig ist Europa in Sachen Kultur? Wie sieht eine starke kulturelle Führung aus? Wie kann Kultur in der EU-Politik strategischer positioniert werden: politisch und finanziell?
- Wie können Kultur und kulturelles Erbe ein europäisches Gefühl und eine gemeinsame Öffentlichkeit fördern?
- Was können wir gemeinsam tun, um Demokratie und Freiheit in Zeiten der Polarisierung und Spaltung zu stärken? Was kann die Kultur tun, um demokratische, freie, pluralistische, friedliche, nachhaltige und integrative Gemeinschaften zu fördern?
Der Kulturdeal für Europa ist eine Initiative von Kulturaktion Europa (CAE), Europa Nostraund die Europäische Kulturstiftung (ECF). Die während der COVID-19-Pandemie ins Leben gerufene Kampagne hat es geschafft, die Kultur in die europäischen und nationalen Aufbau- und Resilienzfonds einzugliedern und 12 Milliarden Euro für die Kultur zu sichern.
Das politische Gespräch 2025 in Partnerschaft mit Bozar, im Centre for Fine Arts Brussels, findet am 4. Februar 2025 von 14.00 bis 18.00 Uhr statt. Obwohl der Veranstaltungsort bereits voll ausgelastet ist, wird die Veranstaltung auch online stattfinden, mit der Möglichkeit für Online-Teilnehmer, sich an der Diskussion zu beteiligen.