Die Zukunft des Kultur- und Kreativsektors im Europa nach COVID-19
Der Kultur- und Kreativsektor ist einer der am stärksten von der Pandemie betroffenen Sektoren. Nach vorläufigen Schätzungen von EurostatDie COVID-19-Krise könnte EU-weit etwa 7.3 Millionen Arbeitsplätze im Kultur- und Kreativbereich betreffen. Über 30 % der Betroffenen sind selbstständig und verfügen nicht über ausreichende soziale Absicherung.
Die Welt der Kunst, der Kultur, des Kulturerbes und der Kreativität wird nach COVID-19 nicht mehr dieselbe sein. Der Ausnahmezustand auf lokaler und nationaler Ebene hat die Regierungen gezwungen, ihre Ressourcen umzulenken, um auf die dringendsten Bedürfnisse im eigenen Land zu reagieren. Dies ließ kaum Raum, um Probleme auf europäischer Ebene anzugehen.
Kurz und gemeinsame Erklärung, Europäische Kulturstiftung und Culture Action Europe fordern daher das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten auf, den Kultur- und Kreativsektor im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen (MFR 2021-2017) als integralen Bestandteil des wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Wiederaufbauplans für Europa anzuerkennen und den Kultur- und Kreativsektor in den ersten Programmjahren mit mindestens 7 % des Wiederaufbaufonds zu unterstützen.
Darüber hinaus plädieren beide Organisationen dafür, Kultur im gesamten MFR zu verankern und sicherzustellen, dass das nächste Programm „Kreatives Europa“ mit einer doppelten Finanzausstattung ausgestattet wird. Da „Kreatives Europa“ nicht alle Bedürfnisse des Sektors abdeckt, erinnern wir an die Zusage, im gesamten MFR 1 % für Kultur bereitzustellen.
Alle weiteren Empfehlungen, eine Übersicht über Notfallmaßnahmen sowie ein Vorschlag an die Europäische Kommission, einen Dialog mit allen Kultur- und Kreativsektoren zu eröffnen, finden Sie in diesem Appell.
Lesen Sie die gemeinsame Erklärung von ECF und CAE werden auf dieser Seite erläutertUm über unsere Kampagne auf dem Laufenden zu bleiben, folgen Sie den Hashtags #handelnfürkultur #kulturbrauchtmehr und # double4culture in den sozialen Medien.