CultureForHealth | Gesundheitsförderung durch Kunst und Kultur
EuroHealthNet ist vor kurzem dem Beirat des beigetreten Das von Culture Action Europ geleitete Projekt KulturFürGesundheit. Dieses Projekt, das Teil der vorbereitenden Maßnahme der EU ist: Bottom-Up-Politikentwicklung für Kultur und Wohlbefinden in der EU und von der Europäischen Union kofinanziert wird, zielt darauf ab, den Austausch von Wissen, Erfahrungen und Erfolgsgeschichten über die Rolle der Kultur für Gesundheit und Wohlbefinden zu erleichtern. Die Auswirkungen von Kunst und kulturellen Aktivitäten auf Gesundheit und Wohlbefinden werden im folgenden Artikel anhand von vier Hauptpunkten erörtert und erläutert.
Kornelia Kiss, Projekt- und Betriebsleiterin von Culture Action Europe, und Lina Papartyte, Projektkoordinatorin von EuroHealthNet, besprechen zusammen mit Dorota Sienkiewicz, leitende Politikkoordinatorin, die Ergebnisse des Projekts.
1. Kunst und Kultur stärken die Gesundheit der Bevölkerung
Die Belege für den Nutzen von Kunst, kreativen und kulturellen Aktivitäten auf europäischer und globaler Ebene nehmen ständig zu. Eine umfassende Literaturübersicht ist im WHO-Bericht enthalten: Welche Belege gibt es für die Rolle der Kunst bei der Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden? (2019). Die Forschung zeigte, wie künstlerische Aktivitäten wie Musik, Literatur, Schreiben, Theater, Tanz, visuelle und partizipatorische kulturelle Aktivitäten psychosoziale und verhaltensbezogene Prozesse positiv beeinflussen können.. Durch solche Aktivitäten können die Betroffenen einen gesünderen Lebensstil annehmen, riskantes Verhalten vermeiden, Stress und Ängste abbauen und ihre Gesundheitskompetenz und ihr Selbstvertrauen verbessern, was wiederum die soziale Eingliederung erleichtern und die Motivation steigern kann.
2. Stärkung der Bürger und der Gemeinschaft sowie Beteiligung an der gemeinsamen Gestaltung der Gesundheitsversorgung
Im Rahmen des CultureForHealth-Projekts wurde eine Scoping-Überprüfung durchgeführt, die darauf abzielte, neuere Literatur zum Zusammenhang zwischen Kultur, Wohlbefinden und Gesundheit zusammenzufassen. Es kam zu einem klaren Ergebnis: Kultur kann sowohl zur Unterstützung von Behandlungs- als auch von Präventionsstrategien eingesetzt werden. In der Überprüfung wurde festgestellt, dass die aktive Teilnahme an Tanz und Theater soziale Kompetenzen förderte, Risikoverhalten bei Jugendlichen reduzierte, soziales Engagement förderte, geistige und körperliche Funktionen verbesserte und die Belastbarkeit bei älteren Menschen erhöhte. Kultur ermöglichte die Entstehung innovativer Strategien während der COVID-19-Pandemie, um den negativen Auswirkungen sozialer Isolation entgegenzuwirken, Stress abzubauen und kurzfristige Ängste zu verringern. Es wurde festgestellt, dass kulturelle Teilnahme die Lebensqualität von Menschen jeden Alters verbessert. Neben der Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit können Kunst und Kultur auch zur Behandlung, Pflege und Bewältigung von Krankheiten beitragen. Psychotherapiezentren nutzen Kunst auch zunehmend, um ihren Patienten bei der Genesung zu helfen. Daher ist es für Menschen mit psychischen Erkrankungen möglich, problematische Themen durch die Teilnahme an einer Fototherapie zu verarbeiten. Ziel des Projekts ist es, solche Initiativen kontinuierlich zu sammeln. Dies zeigt sich im neu veröffentlichten Kartenverzeichnis des Projekts, das über 500 Beispiele lokaler, regionaler, nationaler, europäischer und internationaler Strategien, Projekte und Programme enthält.
3. Kultur auf Rezept
In immer mehr europäischen Ländern werden Arzneimittel auf Rezept angeboten. In einigen Ländern verweisen Ärzte/Sozialarbeiter Patienten an Gemeinschaftsaktivitäten, wie z. B. partizipative Kunstaktivitäten. Neben nicht-medizinischen Problemen werden auch Bürger überwiesen, die zusätzliche psychologische Unterstützung benötigen. Laut NHS England und NHS Improvement werden 20-30 % der derzeitigen Arztbesuche in England von Personen durchgeführt, die eine solche Unterstützung suchen. Es hat sich gezeigt, dass sowohl Kunst als auch Kultur sich positiv auf die psychische Gesundheit, die Behandlung chronischer Schmerzen, die Behandlung langfristiger Krankheiten, die soziale Unterstützung und das Wohlbefinden auswirken können.
4. Partnerschaft zwischen Sektoren
Gesundheit kann ganzheitlich verstanden werden, wenn die Bereiche Gesundheit, Kultur, Wissenschaft, soziale Entwicklung und Stadtentwicklung zusammenarbeiten. Die Schaffung solcher Möglichkeiten ist notwendig. Solche Initiativen haben größere Erfolgsaussichten, wenn es unterstützende Faktoren gibt, wie etwa dedizierte Ressourcen, Richtlinien und Fürsprecher.
Um neue Arbeitsweisen zu entwickeln und einzuführen, bedarf es eindeutiger Aus- und Weiterbildung. Um die Gesundheit zu fördern, ist es von entscheidender Bedeutung, das Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Gesundheit und den Vorteilen kultureller Interventionen zu schärfen. Wenn Gesundheitsfachkräfte befähigt werden, solche Interventionen umzusetzen, kann dies nicht nur den Patienten zugutekommen, sondern auch ihre Zufriedenheit mit ihrer Arbeit steigern.
Die Initiative CultureForHealth strebt künftig die Umsetzung von Kunst und Kultur für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden der Gesellschaft an. Lesen Sie den vollständigen Artikel von EuroHealthNet werden auf dieser Seite erläutert.