Positionspapier zu Kultur, Gesundheit und Wohlbefinden
Die Teilnahme an kulturellen und künstlerischen Aktivitäten ist uns Menschen angeboren seit prähistorischen Zeiten. Der positive Einfluss von Kultur und Kunst auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Einzelnen und der Gesellschaft wird vom Kultursektor schon seit langem betont, und mittlerweile gibt es eine starke Beweislage, die dies bestätigt. Die Teilnahme an kulturellen und kreativen Aktivitäten ist ein Gesundheitsverhalten (ähnlich wie körperliche Aktivitäten, gute Ernährung oder in der Natur sein). Sowohl die aktive als auch die rezeptive (als Publikum) Teilnahme an der Kultur wirkt sich positiv auf Einzelpersonen und Gemeinschaften aus.
Angesichts der vorliegenden Erkenntnisse ist es an der Zeit, von der projektweisen Umsetzung und den Pilotprojekten zu systematischen, langfristigen Programmen und Kooperationen überzugehen – indem wir den Kultur- und Gesundheitssektor zusammenbringen, um einen Politikwechsel herbeizuführen. Konsortium der CultureForHealth Das Projekt hat sich für diesen Wandel eingesetzt und wir freuen uns, dass auch auf der Ebene der Mitgliedstaaten ein Wandel im Ansatz zu verzeichnen ist.
Im EU-Arbeitsplan für Kultur 2023-2026 beschlossen die EU-Mitgliedstaaten, im Rahmen der Offenen Methode der Koordinierung (OMC) gemeinsam am Thema „Kultur und Gesundheit“ zu arbeiten. Die OMC-Gruppe „Kultur und Gesundheit“, die aus Vertretern der Kultur- und Gesundheitsministerien interessierter Mitgliedstaaten besteht, hat seine Arbeit im Februar 2024 aufgenommen.
Um konstruktiv zu diesem Prozess beizutragen, hat Culture Action Europe eine Reihe von Arbeitstreffen organisiert und seine breit gefächerte, sektorübergreifende Mitgliedschaft konsultiert, um einen CAE-Positionspapier zum Thema „Kultur, Gesundheit und Wohlbefinden“Das Positionspapier baut auf den politischen Empfehlungen des CultureForHealth-Bericht Das von CAE mitverfasste Dokument enthält weitere Erläuterungen und politische Vorschläge zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen dem Kultur- und dem Gesundheitssektor auf politischer Ebene.
Wir möchten allen Mitgliedern und Experten von Culture Action Europe danken, die mit ihren Beiträgen, Korrekturen, Kommentaren und Fragen zu diesem Prozess beigetragen haben.